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ROOM BERLIN
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Geografische Bedingungen Die Urlandschaft war sehr sumpfig und mit der Spree durchzogen. Selbst heute noch zählt Berlin 62 Seen und über 100 kleinere Teiche und Pfuhle. An einer Stelle, wo der Fluss leicht zu überqueren war, entwickelten sich auf dem halben Weg zwischen Köpenick und Spandau seit Ende des 12. Jh. Die Brücken- und Handelsstädte Berlin und Cölln. Klimatisch liegt Berlin im Grenzbereich zwischen ozeanischem und kontinentalgeprägtem Klima, kühl gemäßigtes Übergangsklima. Berlin’s Lage im Herzen Europas im Schnittpunkt bedeutender Handelsstrassen hat die Entwicklung zur Kauffmanns- und Marktsiedlung begünstigt. Der ständige Einwohnerzuwachs ist auch darauf zu begründen, dass Berlin / Cölln zur Haupt- und Residenzstadt erhoben wurde. Die Zuwanderer siedelten sich in Vorstädten an, die später im Rahmen der Stadterweiterungen eingemeindet wurden. Geschichte und Bezirke Stadterweiterungen bis Mitte des 19. Jh. Die um 1230 gegründete Stadt erfuhr ihre erste Ausdehnung in der zweiten Hälfte des 13. Jh. Um die Nikolaikirche / das Nikolaiviertel auf der Berliner Spreeseite. Anfang des 14. Jh. Kam es zum Zusammenschluss zur Doppelstadt Berlin / Cölln. Im letzten Drittel des 15. Jh. entwicklte sich die Doppelstadt zur königlichen Haupt- und Residenzstadt, welche Ende des 17. Jh. erste Erweiterungen, um diverse Vorstädte u.ä., zu verzeichnen hatte. Friedrichswerder Friedrichswerden betrifft die erste bedeutende Stadterweiterung des 17. Jh. Das Gebiet liegt zwischen dem linken Spreearm und der Festungsanlage, „Unter den Linden“ und „Neucölln am Wasser“, dem heutigen Märkischen Ufer. 1662 bekam es de facto das Stadtrecht und wurde 1669 zur Stadt Friedrichswerder erhoben und 1732 nach Westen vergrößert. Zusammen mit (Alt-)Berlin, (Alt-)Cölln, der Dorotheenstadt und der Friedrichsstadt bildete Friedrichswerder nach königlichem Erlass die königliche Haupt- und Residenzstadt Berlin. Seit 1920 gehört das Gebiet Friedrichswerder zum Bezirk Mitte. Dorotheenstadt / Neustadt Die Dorotheenstadt wurde 1674 nördlich von Friedrichswerder außerhalb der Festungsanlage zwischen der 1647 angelegten Allee „Unter den Linden“, der Spree und der Friedrichstrasse planmäßig angelegt. Das Gelände vor dem neustädtischen Tor zwischen Spree und Linden gehört zum Tiergartenvorwerk, welches der Kurfürst Friedrich Wilhelm (1620 - 1688) seiner zweiten Gemahlin Kurfürstin Dorothea schenkte. Es wurde nach ihr benannt. 1674 bekam sie ähnliche Stadtrechte wie Friedrichswerder. Die Lindenallee trennt sie von der Friedrichstadt. 1734 wurde die Dorotheenstadt nach Westen vergrößert und dabei der barocke Torplatz Quarré (seit 1814 Pariser Platz) bebaut. Friedrichstadt / Friedrichstrasse Friedrichstadt wurde 1688 außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern, südlich der Dorotheenstadt auf der sog. Cöllnischen Feldmark, vor dem Leipziger und dem Neuen Tor, beginnend auf dem Kurfürstlichen Vorwerk zwischen der Kronen- und Jägerstr. als dritte Neustadt und fünftes unabhängiges Gemeinwesen in strenger Planmäßigkeit und Geometrie, angelegt. Nach 1713 wurde sie beträchtlich erweitert. Das Gründungsjahr lautet auf 1691, obwohl erst 1706 die Namensgebung erfolgte. Die Friedrichstrasse entwickelte sich von der einfachen Querstrasse zur Hauptachse der Friedrichstadt. Sie ist 3,3 km lang und nach König Friedrich I benannt. Im Rahmen der Erweiterungen kam es zu Umgestaltungen bedeutender Plätze in der ersten Hälfte des 18 Jh. Im Inneren der Friedrichstadt betraf es den Wilhelmplatz sowie am Stadtrand das Quarré hinter dem Brandenburger Tor, das Octogon hinter dem Potsdamer Tor (später Leipziger Platz) und das Rondell hinter dem Halleschem Tor. 1709 wurde Friedrichstadt Bestandteil der königlichen Haupt- und Residenzstadt. Ab 1920 gehört dieser Bereich zu den Bezirken Mitte und Kreuzberg. Königliche Haupt- und Residenzstadt Zu Beginn des 18. Jh. bestanden noch die fünf selbständigen städtischen Gemeinwesen, die 1701 zu königlichen Residenzen erhoben wurden und 1710 zur königlichen Haupt- und Residenz Stadt Berlin vereinigt wurden. Das Georgentor wurde in das Königstor und die Georgen(vor)stadt in die Königs(vor)stadt umbenannt. Im 18. Jh. entwickelten sich die Vorstädte zu einem der drei heterogenen Teile der Stadt, neben dem mittelalterlich geprägten Stadtkern Berlin / Cölln, den neuen barocken Stadterweiterungen; westlich davon ist ein „Ring ärmlicher, locker bebauter Vorstädte im Norden, Osten und Süden entstanden. Stadterweiterung von 1861 Am 01.01.1861 kam es zur größten territorialen Erweiterung Berlins. Die Erweiterung durch die Eingemeindung zahlreicher Nachbarkreise beidseitig der Spree vergrößerte das Stadtgebiet um 70%. Am linken Spreeufer kamen folgende Grundstücke hinzu: Alt-Schöneberg bis einschl. Botanischer Garten, Tempelhof, Kreuzberg, teilweise Charlottenburg und Teile des Tiergartens und der Hasenheide. Am rechten Spreeufer kamen Alt- und Neu-Moabit, Wedding, und teilweise Luisenbad, Tegeler Forst und die Pulvermühlen dazu. Nun umfäßt Berlin 16 Stadtteile, 8 rechts und 8 links der Spree. Bis zum Beginn des I. Weltkrieges wächst Berlin weiter, über seine Grenzen hinaus. 1920 wurde mit dem Groß-Berlin-Gesetz die heute geltende Stadtgebietsfläche festgelegt. Luisenstadt 1802 wurde verfügt, dass die Cöllnische oder der Köpenicker Vorstadt der Name „Luisenstadt“ nach Königin Luise beizulegen ist. Luisenstadt wurde zum sechsten Teil der Königlichen Residenz. 1840 wurde Luisenstadt südöstlich erweitert und 1920 auf die Bezirke Mitte und Kreuzberg aufgeteilt. Diplomatenviertel / Regierungsviertel Das Diplomatenviertel wird allgemein als Tiergartenviertel bezeichnet. Es ist ein Villengebiet am südlichen Rand des Großen Tiergartens. Vor dem II Weltkrieg hatten viele ausländische Vertretungen ihren Sitz in diesem Viertel. 1871 entstand hier ein Regierungsviertel. 1938 hatten 18 Staaten ihre Botschaften im Diplomatenviertel. Nach der Wiedervereinigung entstanden ein neues Regierungsviertel am Nordrand und das neue Botschaftsviertel am Südrand des Tiergartens, womit die Bedeutung des Diplomatenviertels noch gesteigert wurde. Hansaviertel An nordwestlichen Rand des Tiergartens hinter dem Schloss Bellevue, im sog. großen Spreebogen, wurde der Boden befestigt. Und zwischen 1877 und 1879 wurden hier Wohnungen für Besserverdienende errichtet. Märkisches Viertel Das Märkische Viertel gehört zu den vier Großsiedlungen die nach dem II Weltkrieg entstanden sind. Bis 1999 war es ein Ortsteil von Wittenau und dann von Reinickendorf. Falkenhagener Feld Das Falkenhagener Feld gehört zu den vier Großsiedlungen die nach dem II Weltkrieg entstanden sind, es war sogar die erste (1960). Das Falkenhagener Feld befindet sich im westen des Bezirks Spandau. Gropiusstadt Die Gropiusstadt gehört zu den vier Großsiedlungen die nach dem II Weltkrieg entstanden sind und befindet sich im Südosten Berlins. Es entstand (ab 1962) zwischen den märkischen Dörfern Buckow und Rudow. Mit dem Ortsteil Britz schaffte es den Anschluss an das alte Neukölln. Marzahn Marzahn wurde 1979 als erste der drei Ostberliner Bezirksneugründungen nach 1945 gegründet. Hohenschönhausen Hohenschönhausen wurde 1985 als zweite der drei Ostberliner Bezirksneugründungen nach 1945 gegründet. Hellersdorf Hellersdorf wurde 1986 als letzte der drei Ostberliner Bezirksneugründungen nach 1945 gegründet. Sehenswürdigkeiten Berliner Stadtschloss / Schloss Das ehemalige königliche Schloss im Zentrum Berlin’s war für fünf Jahrhunderte die Residenz der Hohenzollern. Es umfasste 1210 Räume und war 192 m lang, 116 m breit und 25 m hoch. Es wurde im II. Weltkrieg teilweise stark zerstört und später vom SED - Regime beseitigt. Schlossbrücke Die steinerne Schlossbrücke mit 49 m Länge und 32,5 m Breite wurde im März 1824 fertiggestellt. Sie ist mit Figuren („Schlosspuppen“) geschmückt und verbindet den ehemaligen Schlossbereich mit der Straße „Unter den Linden“. Sie wurde im II. Weltkrieg stark beschädigt. Später wurde sie wieder hergestellt und 1951 in „Marx-Engels-Brücke“ umbenannt. 1991 bekam sie ihren alten Namen zurück. Lustgarten / Museumsinse Der Garten war wahrscheinlich von Anfang an Bestandteil des Schlosses. Er wurde mehrmals umgestaltet und im Umfang verändert. 1657 entwickelte sich der Lustgarten zum ersten Botanischen Garten. Dom / Berliner Dom Der heute evangelische Dom (Baubeginn: 1894) steht auf der Spreeinsel an der östlichen Seite des Lustgartens / der Museumsinsel. Der erste Dom an dieser Stelle wurde bereits um 1345 errichtet und 1747 wegen Verfalls abgerissen. An selber Stelle entstand der nächste. Der zweite Dom wurde schon 1750 eingeweiht. 1845 begann das dritte Vorhaben für einen Dombau, nördlich des heutigen Doms. Dieses Vorhaben wurde jedoch 1848 wegen der Revolutionsereignisse wieder abgebrochen. 1893 wurde der alte Dom abgerissen und 1894 der Grundstein für den vierten Dom gelegt. Dieser wurde im II. Weltkrieg stark beschädigt und nur notdürftig mit einem Notdach nach 1951 abgedeckt. 1975 begann die Wiederherstellung und 1993 wurde er wieder eingeweiht. Zeughaus Das streng klassizistisch gestaltete Zeughaus entstand 1695 - 1706 „Unter den Linden“ und hatte somit seinen Standort auf dem Friedrichswerder. Es diente bis 1875 als Waffenarsenal und Kriegsmagazin. 1877 - 1880 wurde es zur Ruhmeshalle mit einem Waffenmuseum umgestaltet. 1944/45 wurde es schwer zerstört und 1949 - 1965 wieder rekonstruiert. Heute sitzt hier das Deutsche Historische Museum. Akzisemauer Diese mittelalterliche Stadtmauer und Festungsanlage ist nicht auf militärischen Schutz ausgerichtet. Sie wird auch Zollmauer genannt und diente Überwachungszwecken. Ursprünglich war die Mauer mit 14 Stadttoren versehen. Dies waren bspw. das Brandenburger Tor, das Hallesche Tor, das Kottbusser Tor, das Schlesische Tor, das Frankfurter Tor, das Oranienburger Tor und das Prenzlauer Tor. In der ersten Hälfte des 19. Jh. kamen noch weitere Tore dazu, 1832 das Neue Tor, 1839/40 das Anhalter Tor, 1842 das Köpenicker Tor und 1850 das Wassertor. Tiergarten Der 186 ha große Tiergarten ist seit über 400 Jahren eines der wichtigsten Erholungsgebiete Berlins. Seit 1991 ist er denkmalgeschützt. Ursprünglich war der Rest eines großen Waldareals (westlich von Berlin / Cölln und südlich der Spree) ein kurfürstliches Jagdrevier und wurde später zum barocken Lustgarten und zum bürgerlichen Landschaftspark. Es folgten enorme Erweiterungen nach Westen. Nun wurde der Tiergarten auch wirtschaftlich genutzt. 1611 wurde der Bereich eingezäunt. 1647 wurde der Reitweg vom Schloss zum Tiergarten befestigt und mit Linden und Nussbäume als Baumallee gestaltet. 1655 wurde der Tiergarten nochmals beträchtlich erweitert, bis über die Spree hinaus. Der neue Bereich wurde nun Hinterer Tiergarten genannt. Der Alte (Vorderer Großer) Tiergarten wandelte sich zum Flanierrevier. 1833 bis 1838 wurde das Parkgelände nach englischem Vorbild, wohlgeordnetes Wegenetz, Rasenflächen und Wasserläufen, gestaltet. Aus dem Großen Tiergarten wurde 1844 der Zoologische Garten. Hackescher Markt Am historischen Markt kaufte Geschäftsleute um die Jahrhundertwende Objekte und legten diese teilweise zusammen. Sie ließen die alten niederreißen und erbauten neue Anlagen mit Innenhöfe – Hackesche Höfe. Diese Gegend ist ein Musterbeispiel der sog. innerstädtischen Berliner Mischung zum Prototyp einer unverwechselbaren Stadtkultur und der magischen Anziehungskraft des berühmten Altberliner Flairs. Lindenforum / Unter den Linden „Unter den Linden“ ist eine 1390 m lange und 60 m breite Strasse zwischen der Schlossbrücke und dem Brandenburger Tor. 1573 war sie nur ein Kurfürstlicher Reit- und Jagdweg, der dann 1647 befestigt und mit 1000 Linden und Nussbäume in sechs Reihen (1820 auf vier reduziert) gesäumt wurde. Ab 1740 begann der Ausbau zur Königlichen Pracht- und Repräsentationsstraße, durch das Errichten von Prachtbauten: 1741 - 1743 wurde das Königliche Opernhaus, heute die Deutsche Staatsoper, erbaut. 1773 - 1778 folgte an der Südostecke des heutigen Bebelplatzes die Hedwigskirche. An der Nordseite der Linden wurde 1810 das Palais Prinz Heinrich errichtet. Später wurde es zur Berliner Universität und heute ist es die Humboldt Universität. 1775 - 1780 wurde an der Westseite des heutigen Bebelplatzes die Königliche (oder Alte) Bibliothek („Komode“) erbaut. Gendarmenmarkt Der im Bezirk Mitte befindliche Markt wurde innerhalb von nur rund 130 Jahren (1690 - 1820) realisiert. Er stellt den Hauptplatz der Friedrichstadt dar. Dieser Markt besteht aus drei Karrees im regelmäßigen Raster. Das kleinere mittlere Karree hieß vorerst Lindenmarkt, später Friedrichstädtischer oder Mittelmarkt und vorübergehend auch Neuer Markt und Stallmarkt. Zwischen 1799 und 1950 hieß er das erste Mal Gendarmenmarkt. Dann von 1950 bis 1991 Platz der Akademie und heute wieder Gendarmenmarkt Auf dem nördlichen Karree wurde 1701 - 1705 die französische Friedrichsstadtkirche errichtet. Auf dem südlichen Karree entstand 1701 - 1708 die neu (deutsche) Kirche. In den 30er Jahre des 18. Jh. wurden beide Kirchen durch den Soldatenkönig von Pferdeställen eingeschlossen. Daher kommt der Name Gendarmenmarkt (volkstümlich: Gensd’armen Markt). In den 70er Jahren des 18. Jh. erfolgte eine Neugestaltung. 1774 wurde das Französische Komödienhaus erbaut. Ab 1786 hat dort das Nationaltheater seinen Sitz. 1780 begann der Bau des Deutschen und des Französischen Doms. Rondell (Belle-Alliance / Mehringplatz) Das Rondell liegt im Bezirk Kreuzberg und ist ein 1,5 ha großer Rundplatz am Halleschen Tor. Vom Rondell erstrecken sich radial drei Straßenachsen nach Norden. In der Mitte die Friedrichstrasse, im Nordosten die Lindenstrasse und im Nordwesten die Wilhelmstrasse. 1815 wird das Rondell in den Belle-Alliance-Platz umbenannt. Die 19 m hohe Friedenssäule mit der bronzenen Viktoria wird 1843 errichtet und gedenkt dem Sieg der Allianz bei Waterloo über Napoleon. Seit 1947 heißt das Rondell nun Mehringplatz. Leipziger Platz / Potsdamer Platz Diese Plätze liegen im Grenzbereich der Bezirke Mitte und Tiergarten. Der 160 m x 160 m große Leipziger Platz liegt in Mitte und hat seinen Namen zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig. Die Leipziger Strasse verbindet beide Plätze, wobei sich der Leipziger Platz am westlichen Ende befindet. Brandenburger Tor / Pariser Platz Das im Bezirk Mitte stehende Brandenburger Tor ist 62,5 m breit, 11 m tief und bis zur Spitze der Quadriga 26 m hoch. Es ist mit seiner Stellung zwischen „Unter den Linden“ und dem Tiergarten, sehr dominant im Stadtbild. Das Wahrzeichen Berlins hat ursprünglich die Bedeutung „Tor des Friedens“. 1732 wurde das Tor im Rahmen der Stadterweiterung angelegt. 1789 - 1791 wurde der Platz am Abschluss der Strasse „Unter den Linden“ erbaut. Es ist das einzig erhaltene der 18 Stadttore der Akzisemauer. Alexanderplatz Der Alexanderplatz liegt im Nordosten Berlins. Die Namensgebung erfolgte anlässlich des Besuches des Zaren Alexander I. im Jahre 1805. Seinen Ursprung hat der Platz beim strategisch wichtigen Georgentor, später Oderberger Tor und ab 1701 Königstor. Berliner Rathaus / Rotes Rathaus Das Rote Rathaus wurde 1860 bis 1669 erbaut. An der Fassade befinden sich 36 Tafeln, die „steinerne Chronik Berlins“. Alle vier Residenzstädte (Berlin, Cölln, Dorotheenstadt und Friedrichswerder) hatten eigene Rathäuser. Heute gibt es insgesamt 37 Rathäuser im Großraum Berlin. Zoologischer Garten Der 30 ha große Zoologische Garten liegt mitten in der westlichen City, im Bezirk Tiergarten, am Südzipfel des Tiergartens. Es ist einer der artenreichsten Zoo’s Europas. Zwischen 1841 und 1844 wurde das Gelände mit seinen Prachtbauten, die der Herkunft der Tiere angepasst war, angelegt. Kurfürstendamm / Ku’damm Der Ku’damm ist die 3,5 km lange Seele der City-West. Er reicht vom Breitscheidplatz bis zum Rathenauplatz. Dieser Boulevard genießt Weltruhm. Reichstagsgebäude Das Parlamentsgebäude vor dem Brandenburger Tor ist 137 m lang und 97 m breit. Es entstand zwischen 1864 und1871 als Gebäude für den Reichstag. Tierpark Friedrichsfelde Dieser Tierpark ist 160 ha groß und befindet sich in Friedrichsfelde, einem Ortsteil im Bezirk Lichtenberg. Er stellte eine Parallele und auch einen Kontrast zum Zoologischen Garten in der City-West. Seit 1954 existiert diese weiträumige Parkanlage, in Form eines Landschaftszoo’s. Dieser ist der flächenmäßig größte zoologische Garten Europas. Berliner Mauer Als Berliner Mauer wird die Gesamtheit der 155 km langen und durchschnittlich 4 m hohen Sperranlage um West-Berlin verstanden. Die Mauer zwischen Ost- und West-Berlin war 43,1 km lang. Und die Mauer zwischen West-Berlin und der DDR war 111,9 km lang. Die Mauer wurde von der DDR am 13.8.61 errichtet und sie „funktionierte“ 28 Jahre, 2 Monate und 27 Tage. Es gab diverse Einrichtungen zur Fluchtverhinderung, wie bspw.: Stolperdrähte, Stacheldrahtverhaue, elektrisch geladene Zäune, Laufgräben, Hoch- und Unterstände, Bunker und Schützenstellungen, Wachtürme, Sichtblenden, Unterwassersperren, Panzersperren, Kontrollstreifen, Hundelaufanlagen. Diese Anlagen waren bis zu 100 m breit. Fenster und Türen, die direkt an der Sektorengrenze (Wedding / Mitte, Neukölln / Treptow) lagen, wurden vermauert. Die Mauer zerschnitt zahlreiche Lebensadern der Stadt. Webkatalog Linkmops Wohnpool |
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